FAQ

Warum ohne Eltern?

Im Wald ist es besonders wichtig, daß sich die Kinder ganz und gar auf die Betreuer einlassen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, daß dies ohne die gewohnten Bezugspersonen stärker zu realisieren ist. Dies ist besonders zum Einhalten unserer Waldregeln von großer Bedeutung. Aber auch Hemmungen werden schneller abgebaut und neues Selbstvertrauen gebildet.

Kinder im Winter

 

Warum Rohkost?

Unser Rohkost-und Obstteller ist ein wichtiger Bestandteil unserer Verpflegung. Für eine gesunde Ernährung benötigen wir reines Wasser sowie Nähr-und Vitalstoffe in ausreichender Menge und Kombination. Je naturbelassener unsere Nahrung ist, desto vollwertiger und gesünder ist sie.

Pflanzen, Früchte, Nüsse, Samen, Keimlinge und Sprossen liefern uns als Rohkost verzehrt noch alle lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe in natürlichem Verbund und versorgen uns mit geballter Sonnenenergie. Insbesondere die chlorophyll-* und vitalstoffreichen Wildkräuter, die selbst den ökologisch angebauten Kulturpflanzen weit überlegen sind, sind Rohkost erster Güte!

Auf Grund ihrer Nähr-und Vitalstoffdichte macht die pflanzliche Frischkost schlank, fit und gesund, insbesondere mit viel Bewegung an frischer Luft.

*Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll ist eines der besten Mittel zur Blutbildung und -reinigung bzw. Immunstärkung.

“Etwas, das man in seiner ursprünglichen Form nicht essen kann, soll man nicht essen.”

(Mahatma Gandhi, 1869-1948)

Auszug aus dem Rohkost-Faltblatt der VEGETARISCHEN INITIATIVE E.V., www.vegetarische-initiative.de

Rohkost

Warum vegetarisch?

“Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen!”

Tierfuttermittel werden oft aus Ländern importiert, in denen Armut und Hunger herrschen. In Deutschland und den anderen Industriestaaten werden außerdem ca. zwei Drittel der jährlichen Getreideernte an Tiere verfüttert. Für die Erzeugung von 1 kg Rindfleisch z.B. werden 10 kg Getreide benötigt. Für die Fleischmenge von einem Hamburger müssen fast 700 g Weizen verfüttert werden. Daraus könnte man ein Vollkornbrot von über einem Kilo Backen. Gekeimt als Sprossen würde man sogar die 3-4fache Nahrungsmenge erzeugen! Hinzu kommt, daß vor allem Tierprodukte unseren Körper stark übersäuern und verschlacken. Das Säure-Basen-Gleichgewicht wird gestört. Durch den heute üblichen Überkonsum säureüberschüssiger bzw. säurebildender erhitzter Nahrung, wie z.B. Tierprodukte, werden dem Körper sogar noch basische Mineralien, u.a. Kalzium, Kalium und Magnesium entzogen.

Rohköstlich essen schützt die Gesundheit, die Tiere und das Klima unserer Erde!

“Lasst eure Nahrung so natürlich wie möglich”

(Prof. Dr. med. Werner Kollath, Ernährungsforscher, 1892-1970)

Auszug aus dem Rohkost-Faltblatt der VEGETARISCHEN INITIATIVE e.V., www.vegetarische-initiative.de

 

Wieso 365 Tage?

Unseren Naturphänomenen ist es ganz gleich ob Sonntag, Feiertag oder Ferientag ist. Einem Kind, das sich die Waldkontakte wünscht, sollte  der Zugang zur Natur nicht auf Grund eines bestimmten Tages verschlossen werden.

Spring Nature. Beautiful Landscape. Green Grass and Trees

 

Bei jedem Wetter? Geht das?

Selbstverständlich!  Denn gerade  bei Regen oder kalten Temperaturen sowie Nebel sind Kinder in der Regel in den heimischen vier Wänden. Aber der Bewegungsdrang bleibt und sollte ausgelebt werden, unabhängig von den Launen der Natur. Für diese Tagen haben wir ganz besondere Aktionen im Programm. Nur Mut!

(sollte uns der Zugang zum Wald wegen Unwetter oder Sturm durch unseren Förster abgeraten werden, bleiben wir auf dem Gelände in unserem Walddorf)

the rain has stopped!

 

Zecke, Fuchsbandwurm & Co.

Natur erleben im Wald ist spannend, interessant, abwechslungsreich. Aber es lauern da auch Gefahren, wie überall, wo etwas läuft. Wer Gefahren absolut vermeiden will, wird die Welt nie entdecken. Und wer sich blind stellt und einfach keine Gefahren sehen will, muss seine Entdeckungsreise wegen Unfall oder Krankheit sicher bald abbrechen. Aktivitäten im Freien sind daher mit der nötigen Vorsicht zu planen, was eine gewisse Kenntnis der Gefahrenquellen voraussetzt.

Wer mit einer Gruppe mit Kindern etwas unternimmt, ermöglicht ihnen Erlebnisse und Erfahrungen, ist aber gleichzeitig dafür verantwortlich, daß alle unversehrt wieder heimkehren.

Zecken sitzen auf niedrig wachsenden Pflanzen (bis max. 1 m ab Boden) und versuchen sich an einem vorbeistreifendem Tier oder Menschen festzukrallen. Sie lassen sich also nicht von Bäumen herunterfallen! Nachdem die Zecke ihren Weg auf Tier oder Mensch gefunden hat, setzt sie sich nicht sofort fest, sondern sucht sich zuerst eine geeignete Stelle am Körper. Am Menschen läßt sich sich bevorzugt dort nieder, wo offenbar Wärme und Schutz am besten gewährleistet sind: in den Arm- und Kniebeugen, in den Achselhöhlen und zwischen den Beinen.

Am besten schützt geeignete Kleidung. Das heißt: Möglichst wenig Haut zeigen (und das auch im Sommer), geschlossenes Schuhwerk, Socken über die Hosenbeine ziehen. Auf heller Kleidung entdeckt man Zecken schneller. Unbedeckte Hautstellen, aber auch die Kleidung können durch das Einreiben von Eukalyptusöl etwas unattraktiver für Zecken gemacht werden. Dennoch gilt: Nach einem Waldaufenthalt Kleider und Körper untersuchen.

Zecken!

 Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ein etwa 3-4 mm langer Bandwurm, der in Mitteleuropa vor allem im Dünndarm des Fuchses parasitiert. Der Fuchs selbst erkrankt dabei nicht. Mit dem im Kot der Bandwurmträger ausgeschiedenen Eier kann sich gelegentlich auch der Mensch infizieren.

Die als Echinokokkose bezeichnete Erkrankung ist allerdings sehr selten. Im Menschen befallen die Larvenstadien vorwiegend die relativ schmerzunempfindliche Leber. Mittlerweile existieren jedoch gute Methoden in der Diagnostik und in der Behandlung von Wurminfektionen.

Wir orientieren uns am Forstamt, ob in dem für unsere Waldaktivitäten vorgesehenem Gebiet der Fuchsbandwurm festgestellt wurde, denn dann gilt: gründliches Händewaschen.

Der Übertragungsweg auf den Menschen ist jedoch nicht eindeutitg geklärt. Die Hauptzahl der Fälle wurde bei Personen beobachtet, die beruflich mit Landwirtschaft und Waldbau zu tun hatten. Es wird daher davon ausgegangen, daß bei den meisten Fällen eine Dauerexposition zur Infektion führen kann und keine einmalige Aufnahme der Bandwurmeier. Früchten und Beeren  in Bodennähe (weniger als 80 cm über dem Boden) oder Pilzen könnten Bandwurmeier anhaften. Dies würde die Aufnahme der Eier durch den Menschen erklären. Jedoch wurde bei Risikostudien kein Zusammenhang zwischen dem erhöhten Verzehr von Beeren und Pilzen und erhöhten Infektionsraten festgestellt.

 

So meint der Molekularbiologe und Fuchsbandwurmexperte Klaus Brehm von der Universität Würzburg wörtlich :”Das man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, daß er sich so angesteckt hat!”

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